Für Kinderrechte und gegen Gewalt an Kindern: Sozialpreis für den Tuttlinger Kinderschutzbund


Den Sozialpreis der Stadt Tuttlingen überreichte Oberbürgermeister Michael Beck am Dienstag dem Deutschen Kinderschutzbund Ortsverein Tuttlingen e.V.. Seit nunmehr 52 Jahren engagieren sich die Mitglieder für die Rechte und das Wohl von Kindern.

„Kinder sind unsere Zukunft ist Ihr Motto und für den Schutz der Kinder engagieren Sie sich seit vielen Jahren“, lobte Beck in seiner Laudatio. Der Kinderschutzbund setze sich dafür ein, dass spezielle Rechte von Kindern, wie das Recht auf kindgerechte Entwicklung, in das Grundgesetz aufgenommen werden. Weiter kämpfe er gegen Kinderarmut und Gewalt an Kindern. „Diese Themen haben Sie sich auf die Fahnen geschrieben und diese packen Sie mit ganz konkreten Angeboten an“, erläuterte Beck.

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Stellvertretend für alle Mitglieder nahmen die Vorsitzenden den Sozialpreis der Stadt von OB Michael Beck entgegen: Bärbel Tapal, Irmgard Rieger und Hildegard Schmidt-Fischer.

Als Beispiele für die Arbeit des Kinderschutzbunds nannte Beck den Kleiderladen, den es bereits seit den Anfängen des Kinderschutzbundes gebe, die regelmäßigen Spielnachmittage oder den Minitreff für Kinder unter drei Jahren, der nun auch in die städtische Bedarfsplanung aufgenommen sei. Darüber hinaus gebe es zahlreiche Kurse und Beratungsangebote für Familien und erst vor wenigen Tagen sei das Elterncafé als neuestes Angebot eröffnet worden.

„Vieles haben wir bereits erreicht und vieles gibt es noch zu tun“, hob die Vorsitzende Hildegard Schmidt-Fischer in ihrem Grußwort hervor. Den Preis nähmen sie als Vorsitzende stellvertretend für alle ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helfer beim Kinderschutzbund entgegen. Ihnen gelte ihr Dank sowie allen Kooperationspartnern und Unterstützern. Der Stadtverwaltung dankte sie für die kostenlose Überlassung der Räumlichkeiten und die weiteren finanziellen Unterstützungen.

Die Gründung des Tuttlinger Kinderschutzbunds gehe zurück auf Gerlinde Ballier, führte Beck in seiner Rede aus. Sie habe sich zu einer Zeit, als die Menschen noch mit Not und Armut und fehlenden sozialen Netzwerken zu kämpfen hatten, im ersten Jahrzehnt nach dem zweiten Weltkrieg für das Wohl der Kinder eingesetzt. Erst 1977 habe sie in der Geschäftsstelle dann Mitstreiterinnen gefunden. Dass es sich bei den Aktiven des Kinderschutzbunds fast ausschließlich um Frauen handle, sei bis zum heutigen Tag so geblieben.