„Ärzte, Bader und Barbiere“ – Ausstellung zur Medizingeschichte im Fruchtkasten


Eine große Sonderausstellung zur Medizingeschichte ist im Fruchtkasten vom 8. Oktober 2011 bis 22. Januar 2012 zu sehen. Unter dem Titel „Ärzte, Bader und Barbiere“ wird die medizinische Versorgung vom Mittelalter bis zum Ende des Alten Reichs dargestellt. Eröffnung der Ausstellung ist am Freitag, 7. Oktober; um 19 Uhr im Foyer des Rathauses.

Das Bemühen Kranke zu heilen, Schmerzen zu lindern und Gesundheit zu fördern, ist so alt wie die Menschheit selbst. Die große Wechselausstellung „Ärzte, Bader und Barbier“, die ab 7. Oktober in zwei Räumen des Fruchtkastens zu sehen sein wird, setzt sich mit der medizinischen Versorgung der Bevölkerung vom Mittelalter bis in die Zeit um 1800 auseinander. Objekte und Texte illustrieren die Möglichkeiten, die Ärzte, Bader, Barbiere, Apotheker, Hebammen, Henker oder Stümpler hatten, um dem den Menschen zu helfen, bevor im 19. Jahrhundert bahnbrechende Erkenntnisse die Behandlungsmethoden grundlegend veränderten.

Über medizinhistorische Spezialfragen hinaus lenkt die Präsentation den Blick in weitere kulturgeschichtliche Bereiche. Die zum großen Teil noch nie in dem Zusammenhang gezeigten Exponate, geben einen umfassenden Überblick über die Entwicklung der medizinischen Versorgung im deutschen Südwesten. Leihgaben von namhaften Museen gewähren einmalige Einblicke in die Berufsbilder und Methoden der Menschen, die oft vergeblich versuchten, das Leid anderer zu mildern.

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Einblicke in die Medizingeschichte: Die Abbildung zeigen die Darstellung einer Trepanation – also die Körperöffnung mittels eines Bohrers – aus der Encyclopédie Diderot sowie eine Votivtafel aus der Schenckenberg-Kapelle, in deren Mittelpunkt eine Augenoperation steht.