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Eine Million Euro für sauberes Wasser - Stadtwerke investieren in Leitungsnetz


Rund eine Millionen Euro pro Jahr investieren die Stadtwerke Tuttlingen (SWT) in diesem Jahr in ihr Wasserrohrnetz. "Mit diesen Investitionen stellen wir sicher, dass Tuttlingen auch künftig zuverlässig mit sauberem Trinkwasser versorgt wird" erklärt SWT-Geschäftsführer Dieter Schaaf aus Anlass des Weltwassertages am Ostersamstag. "Nicht überall ist dieser Standard selbstverständlich."

Sauberes Wasser

Vor allem der Austausch alter Leitungen wird in diesem Jahr zu Buche schlagen. Größter Posten ist die Schwarzwaldstraße in Möhringen, wo über 185 000 Euro in die Erneuerung des Wasserrohrnetzes investiert werden. Ebenfalls erneuert werden in diesem Jahr Leitungen in der Kanalstraße, der Gerberstraße, der Wilhelmstraße, der Weimarstraße, der Waaghausstraße, der Rathausstraße, der Schillerstraße, der Silcherstraße und der Wagenstraße. "Diese Investitionen sieht man nachher zwar nicht", so Schaaf, "für die Versorgungssicherheit sind sie aber um so wichtiger." Schließlich werde so Rohrbrüchen vorgebeugt - und damit Wasserverluste vermieden.

"Für den Verbraucher ist eine tägliche Gewohnheit und wird als selbstverständlich angesehen, dass die Wasserversorgung funktioniert", so Schaf, "gerade aber am heutigen Weltwassertag sollte man bedenken, dass dies in vielen Ländern nicht der Fall ist." Nicht umsonst haben daher die Vereinten Nationen das Jahr 2008 zum internationalen Jahr der sanitären Grundversorgung erklärt. Damit erinnern sie daran, dass weltweit 1,2 Milliarden Menschen keinen Zugang zu qualitativ einwandfreiem Trinkwasser haben und 2,5 Milliarden Menschen keine zuverlässige Abwasserentsorgung zur Verfügung steht. "Vor diesem Hintergrund", so Schaaf, "lässt sich die gute Trinkwasserqualität in Deutschland erst richtig wertschätzen."

Zur Qualität des Tuttlinger Trinkwassers trägt auch der hohe Anteil an selbstgefördertem Wasser bei: Rund zwei Drittel des Tuttlinger Trinkwassers stammen aus Quellen vor Ort, vor allem im Riedgraben in Richtung Nendingen. "Wir gehören zu den Stadtwerken mit einer sehr hohen Quote an Eigenwasser", so Schaaf, "dieses Potenzial müssen wir pflegen." Erst im letzten Jahr wurden daher 75.000 Euro in die Erneuerung der Wassergewinnungsanlagen investiert.

Das heißt freilich nicht, dass Wassersparen in Tuttlingen kein Thema ist. Die SWT sind daher auch Mitglied der Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) im Verband kommunaler Unternehmen (VKU). Und zu tun gibt es hier einiges, denn auch in vielen Tuttlinger Haushalten gibt es noch Einsparpotenziale. Hier machen sich beispielsweise Sparspüler bezahlt: Während ein herkömmlicher Spülkasten 9 bis 12 Liter Wasser pro Spülgang verbraucht, erfüllt der Sparspüler denselben Zweck mit teilweise nur 3 Litern Wasser. Damit die Wasserqualität gut bleibt, sollte die Toilette auch nicht als Müllschlucker betrachtet werden: Essensreste und andere Abfälle gehören daher keinesfalls in die Toilette.

Die SWT veröffentlichen für ihre Kunden aktuelle Wasser-Analysen, die auch über das Internet abrufbar sind. Zudem sind bei den Stadtwerken die Broschüren "Wertvolles Trinkwasser: Warum sich der effiziente Umgang mit Trinkwasser lohnt", "Waschen, Trocknen und Spülen" sowie "Warmes Wasser: Energieeffizient erzeugen und rationell verwenden" erhältlich, die kurz und kompakt darüber informieren, wie sich im Alltag Wasser sinnvoll einsetzen lässt. Darüber hinaus informieren die SWT auf ihrer Internetseite www.stadtwerke-tuttlingen.de/Wasser über die Trinkwasserqualität der jeweiligen Wasserversorgungszone und über die Härte des Wassers, damit beispielsweise beim Waschvorgang das Waschmittel richtig dosiert werden kann.. Weiterführende Informationen können Sie auf der Internetseite einsehen.