Galerie stellt Jahresprogramm vor - Frank-Stella-Ausstellung im Sommer 2011


Der international renommierte Künstler Frank Stella stellt in Tuttlingen aus. Arbeiten des Amerikaners sind ab 17. Juli in der Galerie der Stadt Tuttlingen zu sehen. Auch sonst wartet das Jahresprogramm der Galerie wieder mit einem vielfältigen Angebot hochkarätiger Ausstellungen auf.

Nach Candida Höfer in diesem Jahr ist es der städtischen Galerie gelungen, mit Frank Stella erneut eine Größe des internationalen Kunstgeschehens für eine Ausstellung zu gewinnen. Frank Stella (geb. 1936) in Malden/MA, lebt in New York City) ist geradezu eine „Ikone“ der Gegenwartskunst und hat seit den 60er Jahren mehrfach neue Kunstrichtungen geprägt – angefangen vom Minimalismus, über die Farbfeldmalerei und seine Shaped Canvases bis hin zu seinen völlig dreidimensionalen Objekten. Bereits im Jahr 1959 war er an einer Ausstellung im New Yorker Museum of Modern Art beteiligt und 1970 erhielt er dort eine große Werkschau. Wenn Frank Stella vom 17. Juli bis zum 11. September 2011 eine repräsentative Auswahl seines Schaffens der letzten 10 Jahre vorstellt, wird Tuttlingen mit Sicherheit zum Anziehungspunkt für Kunstfreunde und Sammler aus ganz Europa.

Frank Stella
Frank Stella, Abu Hureya Nr. 13, 2000, Relief Monoprint (Foto: Atelier Frank Stella)

Weiterhin werden in Tuttlingen interessante künstlerische Positionen vor allem aus dem süddeutschen Raum vorgestellt. Mit Madeleine Dietz (Veranstalter: Stadt), Thomas Putze (Veranstalter: Kunstkreis Tuttlingen) und Daniel Erfle (Veranstalter: Kunstkreis Tuttlingen) sind drei sehr unterschiedliche bildhauerische Positionen vertreten. Madeleine Dietz (geb. 1953 in Mannheim, lebt in Landau) behandelt in ihren formal strengen, auf das Wesentliche reduzierten Skulpturen und Installationen aus Erde und Stahl die Frage nach Tod und Weiterleben. Thomas Putze (geb. 1968 in Augsburg, lebt im Raum Stuttgart) hingegen arbeitet mit Holz und Kettensäge. Das Groteske seiner menschlichen und tierischen Figuren, sowie seine begleitenden Performances lösen auf erfrischende Weise Reaktionen zwischen Lachen und Betroffenheit aus. Daniel Erfle (geb. 1959 in Oberndorf, lebt in Emmingen) findet in seinen abstrakten Figuren von ephemerer Leichtigkeit zu einer noch nie da gewesenen Ausdrucksweise des Werkstoffs Papier.

Julia von Troschke (geb. 1971 in Ulm, lebt in Oberndorf) arbeitet im Zwischenbereich von Malerei, Collage und Installation und es geht in ihrer Ausstellung (Veranstalter: Stadt) um soziologische Fragen wie Masse und Individuum, Kommunikation und Information sowie um das Fremdsein und Unterwegssein. Da sie lange Zeit im Ausland gelebt hat, stellt sie im hiesigen Kunstgeschehen eine überraschende und vielversprechende Neuerscheinung dar.

Die Vitalität und die sinnliche Herausforderung der unvergänglichen und immer neu wandelbaren Medien der Malerei und Zeichnung werden mit den Ausstellungen von Karl Vollmer (Veranstalter: Kunstkreis), Raimund Wäschle (Veranstalter: Kunstkreis) und Uwe Kowski (Veranstalter: Stadt) unter Beweis gestellt. Karl Vollmer (geb. 1952 in Dürnau, lebt in Gondelsheim), Poet des Augenblicks und Virtuose des Imaginären, kultiviert in seinen Bildserien den künstlerischen Prozess. Uwe Kowskis (geb. 1963 in Leipzig, lebt in Berlin) Bilder, die wie eine Synthese der Malerei seit dem Impressionismus er-scheinen, loten stets den schmalen Grat zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion aus. Raimund Wäschle (geb. 1956, lebt in Ravensburg) schließlich stellt in einprägsamer Weise den Menschen und sein Leiden in den Mittelpunkt und lässt somit deutliche figürliche Assoziationen zu.

Das bemerkenswerte und auf vielfältige Weise ansprechende Ausstellungsprogramm wird – wie bereits in diesem Jahr bewährt – von Kunstworkshops für Kinder, Workshops zur Teamentwicklung für Unternehmen sowie Art After Five und Soirée Veranstaltungen begleitet. Außerdem wird am 10. Juni ein großes Galeriefest gefeiert, zu dem alle Kunstfreunde aus Tuttlingen und Umgebung eingeladen sind.