Dornierstraße
Heute Info-Veranstaltung in der Angerhalle
So könnte ein neuer Weg für Radfahrer über die Messerschmittstraße angebunden werden.
„Ich sehe es als eine meiner wichtigsten Aufgabe, Arbeitsplätze in Tuttlingen zu sichern“, so OB Beck – und vor dem Hintergrund der allgemeinen Wirtschaftslage gelte dies ganz besonders. Nachrichten wie jüngst aus Neckarsulm seien schließlich kein Einzelfall: „Auch dort hätte noch kurzem keiner damit gerechnet, dass Audi sein Werk schließt.“ Auch deshalb, so Beck, nehme er Aussagen, dass die weitere Entwicklung des Standorts Tuttlingen von der Dornierstraße abhängt, durchaus ernst.
Für seine weitere Entwicklung benötigt Aesculap ein durchgehendes Werksgelände – unter anderem, um dort autonom fahrenden Werksverkehr einzuführen. Um die Jahreswende 2025/26 sei das Unternehmen erstmals auf die Stadt zugekommen, im Frühjahr kam das Thema erstmals in den Möhringer Ortschaftsrat – und stieß dort aber auf einhellige Ablehnung.
„Nach dieser Entscheidung war es mir wichtig, eine Arbeitsgruppe einzuberufen, die das Thema weiterentwickelt und nach Lösungen sucht“, so Beck. Und in diese Arbeitsgruppe, der Vertreter von Stadt, Aesculap, Gemeinde- und Ortschaftsrat angehören – habe sich selbst Vertraulichkeit verordnet, um offen diskutieren und nachdenken zu können. „Leider haben dies manche missbraucht und Informationen an die Öffentlichkeit gegeben“, so Beck.
Wie schon im Verwaltungs- und im Technischen Ausschuss gaben OB Michael Beck, Baudezernent Florian Steinbrenner und Fachbereichsleiterin Anna Sucheta-Bock im Vorgriff auf die Info-Veranstaltung am Dienstag in der Angerhalle einen Überblick über die wichtigsten Ergebnisse der Arbeitsgruppe.
- Rettungsfahrzeuge und der ÖPNV sind von der Änderung nicht betroffen. Da sie einfach zu identifizieren sind, können sie auch künftig das Werksgelände passieren.
- Für Radfahrer und Fußgänger gibt es zwei Optionen: Im Bereich der Messerschmittstraße könnte eine neue Querverbindung entstehen, die mit Rampen, Treppen und einem Lift ans Heilige Tal sowie die vordere Dornierstraße angebunden wird. Außerdem gibt es Pläne, wie der derzeitige Waldweg von der Jetterstraße zum Heiligental befestigt und auch beleuchtet werden könnte.
- Keine richtige Alternative gibt es für den Autoverkehr – er müsste Umwege von rund 1,4 Kilometer in Kauf nehmen.
Baudezernent Steinbrenner ging auch auf die in der Öffentlichkeit mehrfach erwähnte Brückenlösung ein: Da diese in Anbetracht der geplanten Gebäude rund 25 Meter hoch werden müsste, seien hier mehrere hundert Meter lange Rampen nötig – was technisch schwierig und vor allem teuer sei: Hier müsste man mit zweistelligen Millionenbeträgen rechnen.
Ausführlich erläutert werden die Pläne am Dienstag, 29. September, ab 18 Uhr in der Angerhalle.
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