Tragbare Alltagsgeschichte: Tuttlinger Einkaufstüten im Rathausfoyer


Ab sofort sind in zwei Vitrinen im Foyer des Rathauses Einkaufstüten von Tuttlinger Geschäften zu sehen. Die kleine Ausstellung ergänzt die Schau im Fruchtkasten „Einkaufen in Tuttlingen – ein Rückblick“.

EZO-Tüte
Im Sprachgebrauch bis heute präsent: Der EZO-Markt in der Weimarstraße. Eine Tüte von dort ist Teil der Ausstellung im Rathausfoyer.

Die Tüten stammen von Läden und Einkaufketten, die in Tuttlingen beheimatet waren oder eine Niederlassung hier hatten oder haben. So begegnet uns beispielweise eine Tüte des Lebensmittelmarktes „EZO“ in der Weimarstraße. Obwohl dieser Laden bereits seit Mitte der 1970er Jahre nicht mehr existiert, hat sich der Name im Tuttlinger Sprachgebrauch bis heute erhalten.

War es zunächst selbstverständlich, dass man seine Behältnisse selbst mit in den Laden brachte, wurden bereits Mitte des 19. Jahrhunderts die ersten Spitztüten aus Papier zur Verpackung von Lebensmitteln hergestellt. 1953 tauchten die ersten Plastiktüten auf, die sich zunächst nur geringer Beliebtheit erfreuten, sich aber dank der bunten Motive in den 1960er Jahren durchsetzen konnten. Mit der Ölkrise kam die Plastiktüte in Verruf. Mit dem Slogan „Jute statt Plastik“ wurde verstärkt auf Alternative aufmerksam gemacht.
Die kleine Kollektion Tuttlinger Motive zeigt Tüten, die zwischen 1950 und 2009 gebraucht wurden.