Tuttlingen ehrt Volker Kauder - Ehrengeschenk für den CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden


Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, wurde von der Stadt Tuttlingen mit dem Ehrengeschenk „Kannitverstan“ geehrt. Die Laudatio hielt ein Überraschungsgast: Der Regisseur Joseph Vilsmaier.

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Ehrung: OB Michael Beck, Volker Kauder, Dr. Elisabeth Kauder, Joseph Vilsmaier.

Kauder, so Oberbürgermeister Michael Beck in seiner Begrüßung, sei ein „Botschafter unserer Stadt im besten Sinne des Wortes.“ Und der Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag sei nicht nur ein Tuttlinger, der in Berlin Karriere gemacht hat. Vielmehr habe Kauder trotz des faszinierenden Aufstiegs bis an die Spitze der Bundespolitik die Stadt nicht vergessen, in der seine politische Karriere begann. Folglich pendelt Kauder regelmäßig zwischen Tuttlingen und Berlin, nimmt Termine in seiner Bürgersprechstunde im Hauptbahnhof ebenso gewissenhaft wahr wie Gespräche mit der Bundeskanzlerin.

Obwohl Kauder bei Sinsheim geboren wurde und in Singen aufwuchs, habe ihn Tuttlingen nachhaltig geprägt, so Beck. Der OB erinnerte dabei an Kauders Zeit als Sozialdezernent und stellvertretender Landrat des Landkreises Tuttlingen – eine Zeit, in der auch sein soziales Engagement spürbar wurde. Diese soziale Verantwortung sei aber auch Ausdruck des christlichen Menschenbildes, das sowohl den Menschen als auch den Politiker Kauder präge – und das ihn nicht immer einfach mache. Dadurch sei er aber auch zu einem Markenzeichen seiner Partei geworden.

Dass sich Kauder auch abseits der Tagespolitik für Themen verkämpfen kann, wurde unter anderem durch seinen Einsatz für ein besonderes Filmprojekt deutlich: Kauder war es wichtig, dass das Schicksal der Vertriebenen und vor allem das Drama um die Versenkung der „Wilhelm Gustloff“ nicht in Vergessenheit gerät. Fünf Jahre setzte er sich für diese Idee ein – bis der Film schließlich von Joseph Vilsmaier realisiert wurde.

Dass OB Beck den bekannten Regisseur als Ehrengast und Festedner geladen hatte, war für Volker Kauder wohl die größte Überraschung des Abends. Vilsmaier erinnerte in seiner Laudatio unter anderem an das gemeinsame Projekt – ein Vorhaben, während dessen der Regisseur und der Politiker zu Freunden wurden. Letzlich seien sich Politiker und Filmleute aber gar nicht so unähnlich: Beide seien von Visionen angetrieben und müssten die verschiedensten Beteiligten zusammen führen, um die Visionen umsetzen zu können. Während der gemeinsamen Arbeit habe Vilsmaier Kauder aber auch als Menschen kennen gelernt, der nie die Bodenhaftung verliert. Vor allem aber denke er Politik „von unten nach oben“.

Wie sehr Tuttlingen ihm helfe, diese Sichtweise zu wahren, beschrieb Kauder in seinen Dankesworten: Freunde aus Tuttlingen seien es, die ihm regelmäßig wichtige Ratschläge für die politische Arbeit gäben. Und diese Freunde seien es auch, die Tuttlingen für ihn zur Heimat gemacht hätten. Folglich nehme er – auch wenn er Ehrungen sonst skeptisch gegenüber stehe - die Auszeichnung gerne an: Denn die Ehrenbürgerwürde oder das Ehrengeschenk der Heimatstadt sei schon etwas ganz Besonderes.