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Corona: Zwei-Meter-Regel gilt für Handel und Gastro – Plakate werben für „#bleibtzuhause“


Mit der Allgemeinverfügung vom Mittwoch hat die Stadt Tuttlingen einige Regeln für Einzelhandel und Gastronomie festgelegt. Wichtigster Grundsatz: Ein Sicherheitsabstand von zwei Metern muss eingehalten werden.

Die baden-württembergische Landverordnung nennt einige Branchen, die trotz des allgemeinen Verkaufsverbots weiter Waren anbieten dürfen, um die Grundversorgung zu decken. Lebensmittelhändler gehören ebenso dazu wie Apotheken oder Tankstellen sowie Handwerksbetriebe.

Allerdings muss hier gewährleistet sein, dass stets ein Abstand von zwei Metern unter den Kunden und zum Personal eingehalten wird. Das heißt: Die Händler müssen dafür sorgen, dass es in ihrem Geschäft nicht zu Gedrängel kommt und entsprechende Einlasskontrollen durchführen. Im Kassenbereich muss ein Spuckschutz angebracht werden.

Bei der Frage, welche Läden noch geöffnet haben dürfen, gibt es immer wieder Grenzfälle. So darf zum Beispiel ein Elektromarkt seine Werkstatt offen halten, damit defekte Geräte repariert werden können. Der Verkauf von Neugeräten und die Beratung sind hingegen nicht zulässig. Ähnlich verhält es sich bei Autohäusern.

Seit gestern gingen immer wieder Anfragen von Händlern ein, ob für sie keine Ausnahme gemacht werden dürfe. Hierzu stellt die Stadtverwaltung klar, dass dies nicht möglich ist. Die Frage, welche Branchen noch verkaufen dürfen, sei ausschließlich Landessache.
 
Grenzfälle gibt es auch bei der Gastronomie. Hier ist letztlich entscheidend, ob ein Betrieb überwiegend vollwertige Mahlzeiten anbietet oder nicht. Snacks oder Gebäck reichen hier nicht aus. Aber auch für die Gaststätten, die weiter geöffnet sind, gilt die Zwei-Meter-Regel. Gegebenenfalls müssen die Tisch so aufgestellt werden, dass diese eingehalten wird.

Schwierig wird es auch beim Wochenmarkt. Da hier überwiegend Lebensmittel verkauft werden, dient er eindeutig die Grundversorgung. Allerdings ist hier der Zutritt schwer zu regeln. Mitarbeiter des KOD werden daher dafür sorgen, dass Ansammlungen und Gedrängel vermieden werden. Außerdem wird die Stadt mit Plakaten daran erinnern, dass man im eigenen Interesse und in dem seiner Mitmenschen Abstand halten sollte.

Mit Plakaten wird ab Freitag außerdem darum gebeten, wenn möglichst ganz zu Hause zu bleiben. Mit teils deutlichen Motiven wird im Rahmen der Aktion #bleibtzuhause daran erinnert, welche Konsequenzen das Corona-Virus haben kann – und dass jeder unnötige Kontakt vermieden werden sollte.