Radachse entlang der Donau wird erneuert – Stadt investiert über eine Million in Radverkehr


Gleich mehrere Projekte für den Radverkehr starten im neuen Jahr: Zum einen wird der Radweg von Möhringen nach Nendingen komplett saniert, zum anderen soll untersucht werden, wie eine Radachse vom Uhlandpark zum Holderstöckle aussehen könnte. Weitere Projekte folgen. Alles in allem sieht der Haushalt über eine Million für den Radverkehr vor – so viel wie nie zuvor.


Bequeme Verbindung: Die Radachse entlang der Donau soll im kommenden Jahr komplett saniert werden.

Er verläuft entlang der Donau, ist komplett vom Autoverkehr getrennt und verbindet Tuttlingen mit den Stadtteilen Möhringen und Nendingen – der Donauradweg bietet ideale Voraussetzungen, eine der zentralen Tuttlinger Radachsen zu werden. Allerdings befinden sich große Teile des Wege in einem maroden Zustand. Obwohl der Bauhof regelmäßig ausbessert, sind Teile des Belags ein Flickenteppich – was die Attraktivität für Radfahrer spürbar einschränkt.

Das wird sich jetzt ändern: Am Donnerstag gab der Technische Ausschuss die Empfehlung, die Radachse Nendingen-Möhringen komplett zu sanieren. Teilweise reicht es, eine neue Decke aufzubringen, in anderen Bereichen wird auch die Tragschicht erneuert. Ergänzend zum Radweg werden auch Teile des Ötenfurtwegs in Richtung Möhringen und Gänsäcker erneuert. Im Rahmen der Sanierung wird der Weg auch aufgewertet – unter anderem durch befestigte Ränder und neue Markierungen.

Alles in allem sind für die Sanierung 472 000 Euro vorgesehen. Da der Weg Teil des Donauradwegs ist, erwartet die Stadt Landeszuschüsse in Höhe von 165 000 Euro. Damit ist der Radweg entlang der Donau eines der größten Einzelprojekte für den Radverkehr, das 2020 vorgesehen ist. Alles in allem sieht der Haushalt 2020 hier Investitionen von 1,2 Millionen vor. „So viel haben wir noch nie für den Radverkehr ausgegeben“, so OB Beck. „Ich bin froh, dass Aktionen wie dem Stadtradeln nun auch praktische Verbesserungen folgen.“

Dazu gehört auch eine weitere Radachse, die die Innenstadt mit dem Holderstöckle verbinden könnte. Einen entsprechenden Antrag hatte auch die SPD-Fraktion gestellt. Diese, so die Idee, könnte über die Uhland-, Sauerbruch- und Semmelweisstaße führen. Angedacht ist, diese Route als formelle Fahrradstraße auszuweisen. Dies bedeutet unter anderem, dass bei maximal Tempo 30 der Radverkehr Vorrang hat und Radfahrer nebeneinander fahren dürfen.

In seiner Sitzung am Donnerstag fällte der Technische Ausschuss noch keinen Beschluss. Unter anderen wollten die Räte noch genauere Angaben zu einem möglichen Planungsbüro. Diese sollen bis zur nächsten Sitzung des Gemeinderats vorliegen. Er wird dann darüber beraten, ob im Laufe des Jahres 2020 die gesamte Trasse geplant und als erster Schritt der Umbau des Abschnitts in der Uhlandstraße in Angriff genommen wird.

Bereits fest steht ein weiteres Projekt, das schon 2018 vom Gemeinderat beschlossen wurde: Er sieht vor, mit einer weiteren Radachse die Nordstadt anzubinden. Zum Gesamtpaket gehört unter anderem eine neue Radrampe zur Lessingstraße, die im kommenden Jahr nun gebaut werden soll.