Moschee-Rohbau soll bis Ende 2019 fertig sein - OB Beck besichtigt Baustelle


Noch in diesem Jahr sollen die Rohbauarbeiten an der DITIB-Moschee in der Bismarckstraße abgeschlossen sein. Über den Stand der Bauarbeiten informierte sich am Montag auch OB Michael Beck.


Baustellenbesuch: OB Beck im Gespräch mit (von links) Y?lmaz Tuncer, Mehmet Ibis, Serkan Güldas und Hayri Bulut.

Noch sind die Räume kahl und zugig, immer wieder bilden sich Pfützen auf dem rohen Betonboden. Denn noch fehlt der Moschee in der Bismarckstraße das Dach, und an einem kühlen Oktobertag wird es schnell unangenehm frisch zwischen den unverputzten Wänden. Doch Mehmet Ibis und Serkan Güldas von der DITIB sind zuversichtlich: Noch in diesem Jahr, so berichten sie, soll das Dach geschlossen werden. Und zwar inklusive der Kuppel, die den Rohbau dann von weither als künftige Moschee erkennbar machen wird.

Im Oktober 2014 wurde gemeinsam mit Architekt Günter Hermann der Grundstein für das künftige Gotteshaus der DITIB-Gemeinde gelegt. Dass allein der Rohbau danach fünf Jahre in Anspruch nahm, hat seine Gründe: Das Gebäude mit seinen 2300 Quadratmetern Nutzfläche wurde bis jetzt fast komplett in Eigenleistung errichtet. „Bei unseren Mitgliedern sind alle Gewerke vertreten“, so Serkan Güldes. Auf dieser Weise spart die Gemeinde Geld, allerdings lässt sich das Projekt auch nur schwer planen: Gebaut werden kann nämlich nur dann, wenn die Mitglieder gerade Zeit haben und für die DITIB ihre Urlaubstage oder Wochenenden opfern. „Ein Gebäude in der Größenordnung auf dieser Basis zu bauen – das ist schon beachtlich“, so OB Michael Beck bei seinem Besuch am Montag.

Bei seinem Besuch am Montag – mit dabei waren unter anderem auch der städtische Integrationsbeauftragte Ralf Scharbach sowie Fachbereichsleiter Klaus Jansen – war Beck von der Weitläufigkeit des Rohbaus beeindruckt. Die beiden Gebetssäle sind für insgesamt 1200 Besucherinnen und Besucher ausgelegt. Trotz dieser Kapazität sind die Baukosten dank der vielen Eigenleistung vergleichsweise gering: Kalkuliert sind fünf Millionen Euro – drei für den Rohbau, zwei für den Innenausbau. Dieser, so die Hoffnung der DITIB, soll bis Ende 2020 abgeschlossen sein.

Nochmals aufgreifen will OB Beck nach seinem Besuch die Frage der Innenhofgestaltung: Hier hatte es seinerzeit Pläne gegeben, gemeinsam mit den Angrenzern die gesamte Hoffläche gemeinsam zu gestalten. Dies würde der Moschee zu ansprechenden Freiflächen und zusätzlichen Parkplätzen verhelfen. Da seinerzeit nicht alle Angrenzer sich beteiligen wollten, wurde die Idee nicht weiter verfolgt. Hier will die Stadt nun nochmals vermitteln.