Bisherige Aktivitäten

Hackschnitzel
Leistet seit 2000 seinen Beitrag zur regenerativen Energieerzeugung: Das Hackschnitzelwerk in der Stadionstraße.

Seit 1993 ist Tuttlingen Mitglied im Klimabündnis der europäischen Städte. Mit diesem Beitritt hat sich die Stadt unter anderem dazu verpflichtet, den Ausstoß an Kohlendioxid bis zum Jahr 2010 zu halbieren.

Die bisherige Bilanz kann sich sehen lassen: Der durch Stromverbrauch und Heizung verursachte Kohlendioxid-Ausstoß der städtischen Gebäude hat sich im Zeitraum 1987 bis 2007 halbiert.

CO2-Ausstoß 1987: 7044 Tonnen pro Jahr
CO2-Ausstoß 2007: 3493 Tonnen pro Jahr

Möglich wurde dies unter anderem durch folgende Einzelmaßnahmen

Energieerzeugung:
Die Stadtwerke betreiben seit 2000 ein Hackschnitzelheizwerk an der Stadionstraße, das Stadthalle, Jahnhalle, Stadionhalle, den Tribünen-Unterbau im Stadion, die Hermann-Hesse-Realschule, die Schillerschule und die Feuerwehr mit Wärme versorgt. Das Holz stammt aus Tuttlinger Wäldern. Der Holzkessel hat eine Leistung des Holzkessels von 1 MW und spart pro Jahr 860 Tonnen CO2 ein.

Drei Blockheizkraftwerke beim Umläufle, in der Holderstöckle-Schule und beim Klinikum des Landkreises Tuttlingen versorgen über 1500 Haushalte mit Strom und große Einrichtungen wie TuWass, Schulzentrum, Mühlau-Sporthalle, BBT und Kreisklinik mit Wärme. Der Wirkungsgrad der gasbetriebenen Motoren liegt bei 90 Prozent. Die jährliche CO2-Ersparnis liegt bei 280 Tonnen.

Zwei mit Biogas betriebene BHKW in der Kläranlage erzeugen mit Faulgasen Strom für rund 200 Haushalte. Mit der produzierten Wärme wird die gesamte Kläranlage inklusive Faulturm betrieben. Pro Jahr werden 210 Tonnen CO2 eingespart.

Das Freibad wird seit Sommer 2006 weitgehend mit Solarenergie beheizt. Der Gesamtbedarf des Bades an Gas sank von 1999 bis 2006 von 122 000 auf 26 200 Kubikmeter, obwohl gleichzeitig das Bad erweitert wurde. Das heißt: Der der CO2- Ausstoß wurde von zwischen 1999 und 2006 von 244 Tonnen auf 52 Tonnen pro Jahr gesenkt. Dies entspricht einer CO2-Einsparung im Freibad von 78,69 Prozent.

Im TuWass wird durch Geothermie 50% des Jahreswärmebedarfs für die Beheizung der Räumlichkeiten und die Erwärmung des Duschwassers gewonnen. Durch die Erdwärme aus 645 Meter Tiefe (49°C) werden jährlich etwa 201.000 Kubikmeter Erdgas eingespart, was einer Vermeidung von 395 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr entspricht.

Auf Initiative der Stadt hat die Sparkasse im Jahr 2005 einen Solar-Sparkassenbrief aufgelegt, aus dessen Mitteln vier große Photovoltaik-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden finanziert, die mittelfristig rund 380 000 kWh Strom pro Jahr erzeugen. Das entspricht dem Bedarf von 105 Haushalten. Weitere Anlagen sind im Bau.

Gebäudebewirtschaftung:
Seit 1990 gibt es ein aktives Energiemanagement. Dazu gehören der vorliegende Energiebericht, der Einsatz des Energiebewirtschaftungsprogramms SEKS (Stuttgarter Energie Kontroll System) sowie eine intensive Schulung der Nutzer, vor allem der Hausmeister.

Das Beteiligungsmodell belohnt Schulen und andere Nutzer städtischer Gebäude, die durch bewusstes Verhalten den Energieverbrauch ihrer Einrichtung senken. Steigende Verbräuche an Schulen geben allerdings Anlass dieses Modell zu prüfen und gemeinsam mit den Nutzern weiter zu entwickeln.
Weitere Maßnahmen:

Mit dem Umweltförderprogramm unterstützt die Stadt seit 1993 Tuttlingen Bauherren, die in energiesparende Maßnahmen investieren. Mit derzeit 70 000 Euro pro Jahr fördert die Stadt unter anderem Energiesparfenster nach dem neuesten Standard sowie Fassadendämmungen.

Bei der Neuanschaffung von Fahrzeugen werden wenn technisch möglich Erdgasautos gekauft. Bei den Stadtwerken und im Betriebshof sind derzeit drei Erdgasfahrzeuge (SWT: ein Kundendienst-PKW, BBH: zwei Unimogs) im Einsatz.

Auch über Tuttlingen hinaus setzen die Stadtwerke umweltfreundliche Technik ein. So wurde 2004 in Regie der SWT ein Hackschnitzelheizwerk zur gesamten Wärmeversorgung des Gewerbeparks „Take off“ in Betrieb genommen. Die Leistung des Holzkessels beträgt 2 MW, die jährliche CO2-Einsparung liegt bei 1550 Tonnen.

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