Stolpersteine

Gunter Demnigs Stolpersteine gelten als größtes dezentrales Denkmal der Welt. Über 70 000 Steine in Deutschland und 18 weiteren europäischen Ländern erinnern seit 1992 an Menschen, die während der NS-Diktatur verschleppt und ermordet wurden.

Am 28. Oktober 2014 hat der Gemeinderat beschlossen, auch in Tuttlingen Stolpersteine zu verlegen. Die Stolpersteine werden niveaugleich auf dem Gehweg vor dem Haus platziert, in dem das Opfer zuletzt wohnte, arbeitete oder inhaftiert war.

Die ersten Stolpersteine in Tuttlingen wurden am 24. Mai 2016 verlegt. Sie sind Teil der Tuttlinger Erinnerungskultur an die Opfer des NS-Regimes. Weitere Denkmale sind auch auf dem Alten Friedhof, auf dem Julius-Fröhlich-Platz und im Gedenkpfad Lager Mühlau anzutreffen.

Die Informationen auf den Stolpersteinen beschränken sich naturgemäß auf wenige Daten. Um die Erinnerung an die Opfer wach zu halten, wird parallel diese Online-Dokumentation angelegt, in der die Lebenswege der einzelnen Menschen genauer beschrieben wird.

Die Recherche ist das Ergebnis eines Geschichtsprojektes eines ehrenamtlichen Arbeitskreises und der Leitung von Museumsleiterin Gunda Woll.