OB Standpunkt: Nordstadt als Investition für die Zeit nach der Krise - 11. Januar 2010


Noch liegt der Schnee auf den Wiesen am Nordrand der Stadt. Aber schon jetzt ist klar: Auch 2010 wird die Nordstadterweiterung eines der wichtigsten Themen für unsere Stadt sein. Denn die Erweiterung wird vermutlich eine der wenigen Investitionen sein, die Tuttlingen trotz der dramatischen Haushaltslage in Angriff nehmen wird.

Warum gerade dieses Projekt? Warum gerade die Erschließung eines Baugebiets in Zeiten der Krise? Ganz einfach: Weil Tuttlingen auch langfristig ein attraktiver Wohn- und Arbeitsort sein wird. Und weil ich der Überzeugung bin, dass eine Große Kreisstadt die Möglichkeit haben muss, sich zu entwickeln.

In der Vergangenheit war Tuttlingen hier sehr zurückhaltend: Neue Flächen wurden kaum erschlossen. Gleichzeitig unterstützte die Bauleitplanung der Stadt im Rahmen der Verwaltungsgemeinschaft die Siedlungsprojekte der Gemeinden im Umland - mit dem Ergebnis, dass die Einwohnerzahlen dort stiegen.

Wer die vorliegenden Pläne der Nordstadterweiterung aus ökologischen Gründen ablehnt, sollte daher zwei Dinge bedenken: 

  • Im Gegensatz zu den ursprünglichen Plänen aus den 1990er-Jahren haben wir es heute mit einem nachhaltigen Konzept zu tun. Ursprünglich war ein 50 Hektar großes Baugebiet mit großzügigen Flächen für Einfamilienhäuser geplant. Als ich 2004 das Amt des Oberbürgermeisters antrat, habe ich diese Planungen gestoppt, um eine zeitgemäßere Alternative entwickeln zu lassen. Diese liegt jetzt vor: Wir reden nur noch von 20 Hektar, und auf diesen wird ein Schwerpunkt auf dem verdichteten und flächensparenden Bauen liegen - selbstverständlich nur in dem Maß, dass keine Konkurrrenz zur Innenstadt entsteht.
  • So lange es in Tuttlingen kein Bauland gibt, hält der Trend zum Bauen im Umland an. Und dessen Bewohner pendeln mit dem Auto nach Tuttlingen, kaufen mit dem Auto in Tuttingen ein, bringen mit dem Auto ihre Kinder zum Sport oder Musikuntericht. Eine ökologisch sinnvolle Siedlungspolitik sieht anders aus. Der Verweis auf Leerstände in der Stadt hilft nur begrenzt weiter. In Sanierungsgebieten wie der Westlichen Innenstadt erleben wir, wie schleppend - trotz städtischer Zuschüsse - der Umbau eines Quartiers voran geht. Denn wir können niemanden zwingen, sein Haus zu sanieren, zu verkaufen, abzureißen oder umzuziehen.

Trotz dieser Probleme hat die Sanierung der Innenstadt für mich weiterhin Priorität. Parallel dazu braucht die Stadt aber eine moderate Neuerschließung am Stadtrand. Und zu letzterer gehört auch die Rußbergstraße. Und zwar in der geplanten Form. Die Forderung, sie von 6,50 auf 6,00 Meter zu reduzieren, greift völlig ins Leere: An der Straße würde sich dadurch nicht viel ändern. Gleichzeitig würde Tuttlingen auf Landeszuschüsse verzichten, die nun mal an einen gewissen Ausbaustandard geknüpft sind. Die städtischen Kosten würden von 1,1 auf 3,3 Millionen Euro steigen. Und das können wir uns beim besten Willen nicht leisten. Nicht nur in Zeiten der Krise.

Übrigens: Ein Verzicht auf die Nordstadterweiterung können wir uns erst recht nicht leisten. Denn seit rund 12 Jahren kauft die Stadt dort systematisch Flächen auf. Über 6 Millionen Euro wurden bereits investiert - Geld, das die Stadt nur durch den Verkauf von Grundstücken wieder erlösen kann.

Die finanzielle Situation unserer Stadt wird sich durch die Erschließung der Nordstadt mittelfristig also verbessern. Wer die Nordstadt gegen Schulen und Kindergärten aufrechnet, zäumt das Pferd daher von hinten auf. Das Gegenteil ist der Fall.


Kommentare
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Kommentare
Thorsten Maier schrieb am 28.06.2010, 12:45:

DANKE!!!! Ein weiteres Geschäft (Nördliche Wilhelmstrasse diesmal) verlässt TUT, diesmal Richtung Rottweil. Trading down gemäß Gutachten, man sollte es halt nicht nur (teuer) erstellen lassen, sondern auch etwas tun...
Andreas Frankenhauser schrieb am 23.02.2010, 19:39:

Heute sind die Bevölkerungsvorrausrechnungen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg bis 2030 erschienen. Der Überblick der Entwicklungen ist hier zu finden: http://www.statistik-bw.de/Pressemitt/2010055.asp Für Tuttlingen errechnet das Statistische Landesamt einschließlich Wanderungen eine Bevölkerungszahl für Tuttlingen von 32,800 Einwohnern 2030. Das ist ein Bevölkerungsschwund von knapp 2000 Einwohnern im Vergleich zu heute. Siehe hier: http://www.statistik-bw.de/SRDB/Tabelle.asp?98015021GE327050 Darum greife ich gerne die Frage mancher Leserbriefe zur Nordstadt im Gränzboten auf: \"Warum neue Wohngebiete?\" Worum konzentriert man sich nicht darauf, die bereits vorhandenen Wohngebiete (inklusive Innenstadt) interessanter zu gestalten, wenn einem doch klar ist, dass einem die Demographie eiskalt ins Gesicht bläst?
Thorsten Maier schrieb am 19.02.2010, 13:39:

Stimmt. Was Tuttlingen als Gesamtstadt braucht ist keine weitere Schafsiedlung am Rande, sondern vielmehr ein lebendiges Zentrum. Dafür müssen wir Bürger uns weit aktiver einsetzen und uns nachhaltig zu unserer Stadtmitte bekennen und dies auch von der Verwaltungssspitze und den Stadträten bestimmter als bisher einfordern. Die Stadtverwaltung (insbes. unser Oberbürgermeister und div. Stadtratsfraktionen) müssen endlich die Rahmenbedingungen für private Investitionen schaffen, wie dies auch im offiziellen Innenstadtbericht 2009 gefordert wird. Davon profitiert nicht nur das lokale Handwerk sondern auch wir Bewohner und die Stadt als Ganzes. Abwarten und Wegsehen alleine hilft nicht.
Peter Melansek schrieb am 15.02.2010, 19:09:

Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Statt Millionen in die Erschließung einer grünen Wiese zu investieren, sollte die Stadt ernsthaft in Erwägung ziehen, Subventionen für das nachhaltige Renovieren von innerstädtischen Häusern und Quartieren bereitzustellen. Bezahlbarer Wohnraum ist in der Innenstadt üppig vorhanden, leider sind diese Objekte meist in einem desolaten Zustand. Gerade für junge Menschen ist es wahnsinnig schwierig, eine ansprechende Wohnung zu finden, wie ich am eigenen Leib erfahren durfte. Die Stadt bereitet jedoch lieber für noch mehr Bauplätze für Einfamilienhäuser. Was ist mit den bislang unbebauten Plätzen im oberen Brunnental oder Im Steinigen Tal? Sollte stattdessen nicht etwas dafür getan werden, dass Bürger aufgrund der unschlagbaren Lebensqualität lieber in der Stadt als auf dem Land wohnen? Dann wären die niedrigeren Bauplatzpreise auf dem Land auch kein Totschlagargument mehr. Die Wilhelmstraße verkommt derweilen immer mehr zur Buckelpiste, alles Westliche davon wird zunehmend unattraktiv für die wenigen Einzelhändler, die noch den Optimismus besitzen in Tuttlingen ein Ladengeschäft zu eröffnen. Die kahle Bahnhofstraße bleibt in weiten Teilen eine ungemütliche Autorennstrecke, seit der unglücklichen Insolvenz Herties beschränkt sich die „Flaniermeile“ meiner Ansicht nach nun nur noch auf den innersten Teil der Fußgängerzone östlich der Wilhelmstraße. Dabei könnte die Innenstadt auch nur durch einzelne Bauprojekte wie dem „Gerberhaus“ in der Donaustraße oder in der Brunnenstraße peu à peu aufgehübscht werden.
Andreas Frankenhauser schrieb am 11.02.2010, 19:11:

Wie man an den letzten Leserbriefen zum Thema Innenstadt vs. Nordstadt gesehen hat, sind ein paar Fakten in Tuttlingen angekommen: 1.) Tuttlingen ist ein schrumpfende Stadt bei schon jetzt beträchtlichen Wohnungsleerstand. 2.) Es gibt einen evidenten Zusammenhang zwischen weiterer Ausdehnung an der Peripherie und den Problemen unserer Stadtmitte. Wer mit Prestigeprojekten Bevölkerung an den Stadtrand lockt, braucht sich nicht wundern, dass die Stadtmitte verödet. Die Nordstadterweiterung ist jetzt ja das große Leuchtturmprojekt der Stadt. Ich frage mich: Wo bleibt ein Leuchtturmprojekt mit ähnlicher Strahlkraft für die Innenstadt? Stadtplanung soll doch Akzente setzen. Warum geschieht dies immer nur am Stadtrand und nicht in unserer Innenstadt?
Thorsten Maier schrieb am 02.02.2010, 07:18:

Im Wahlprogramm zur OB-Wahl hieß es 2003: \"neue Wege zur Innenstadtbelebung\": Seit 2004 dümpelt das Projekt Sanierungsgebiet Westliche Innenstadt trotz klarer Beschlusslage schon vor sich hin. Die Stadtverwaltung wartet - und plant bzw. lässt bei externen Planungsbüros planen. Jetzt also geht nach 5 Jahren Vorplanung endlich in die konkrete Planung! Der Planungsabschnitt ist wichtig, aber auch seit Jahren überfällig. Dies sollte der Gemeinderat in den anstehenden Haushaltsbeartungen bedenken. Gerade die CDU-Fraktion sei an Ihren eigenen Antrag vom 19.12.2009 erinnert, in dem der Umbau der Wilhelmstrasse ausdrücklich von den Einsparungen im Haushalt ausgenommen ist. Weitere Verzögerungen lassen sich nicht mehr ernsthaft vertreten. Hochbezahlte externe Gutachten sowuie interne Stellungnahmen gibt es mehr als ausreichend. Man kann nicht vor jeder Kommunalwahl die Innenstadt zum Wahlkampfthema Nr. 1 machen, das Thema aber nach der Wahl immer wieder vor sich hinschrieben. Unser Oberbürgermeister ist jetzt gefordert \"seine\" CDU-Fraktion an ihren eigenen Antrag vom 19. Dezember 2009 zu erinnern. Er sollte sie baldigst einladen einmal offenen Auges mit ihm und Ladeninhabern, Anwohnern, IWI- und ProTUT-Vertretern vom Poststeg in die Tuttlinger Innenstadt zu gehen. Wir Bürger sind unsererseits aufgefordert die Gemeinderäte auf ihre Wahlkampfversprechen hin zu fragen \"Wie lange denn noch?\"
Volker Mattes schrieb am 29.01.2010, 20:24:

Nordstadterweiterung - schön und gut. Aber: Wie soll sich ein Normalverdiener einen Bauplatz leisten, dessen Quadratmeterpreis bei ca. 120 - 150 €uro beginnt ? Da sind die \"Normalsterblichen\" doch gezwungen auswärts zu Bauen, wo die Quadratmeterpreise ca. 80-100 €uro betragen.
Thorsten Maier schrieb am 26.01.2010, 16:28:

Montag 1.2. 17:00 Uhr: Sitzung des Gemeinderats - Kommt die Mitte Dezember nur wegen Sitzungsökonomie vertagte Beschlussvorlage bzgl. Wilhelmstraßenumbau auf die Tagesordnung?
Thorsten Maier schrieb am 25.01.2010, 22:35:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, Sie führen als eines Ihrer Leitziel die Schaffung von Anreizen für das Wohnen im Zentrum an. Tuttlingen sei eine Stadt, in der man gerne wohne. Dazu gehöre eine lebendige Innenstadt. Stimmt, aber: Eine Konkurrenz zur Innenstadt ist nicht am Entstehen sondern besteht bereits jetzt. Durch das Ausmaß der jetzigen Nordstadtplanung wird bei aller fiskalischen Begründbarkeit das städtebaulich vertretbare Maß noch weiter überschritten. Ich frage mich, wo Ihr Engagement und die greifbaren (von Ihnen veranlassten) Anreize für ein attraktives Wohnen in der Innenstadt im Ist-Zustand sind. Die Stadtmitte hat zwar viel Potential, aber es liegt weitestgehend brach. Der Umbau der Wilhelm- und Bahnhofstraße wäre das richtige Signal zum Aufbruch. Ich hoffe, Sie machen 2010 zum Jahr der Wiederbelebung der Stadtmitte als Standtort für Arbeiten, Einkaufen und Wohnen. Mit freundlichen Grüßen Thorsten Maier
Thorsten Maier schrieb am 24.01.2010, 19:05:

Ab sofort: Tempo–30 in Teilen der Bahnhofstraße http://www.tuttlingen.de/ceasy/modules/cms/main.php5?cPageId=187&id=190&item=article&view=publish
Thorsten Maier schrieb am 24.01.2010, 19:03:

Wilhelmstraße soll attraktiver werden – OB Beck schlägt Umbau für 2010 vor http://www.tuttlingen.de/ceasy/modules/cms/main.php5?cPageId=187&id=1068&item=article&view=publish
Thorsten Maier schrieb am 22.01.2010, 14:45:

OB: \"In Sanierungsgebieten wie der Westlichen Innenstadt erleben wir, wie schleppend - trotz städtischer Zuschüsse - der Umbau eines Quartiers voran geht. Denn wir können niemanden zwingen, sein Haus zu sanieren, zu verkaufen, abzureißen oder umzuziehen.\" Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Beck, man kann sich als Stadtverwaltung auch auf die Aufgaben konzentrieren, die der öffentlichen Hand zustehen: die heruntergekommenen Straßen im Quartier aufwerten und die Planungsaufgaben endlich machen. Dann werden auch die Privaten Sinn darin sehen ihr selber verdientes Geld im Quartier zu investieren. Ohne Planungssicherheit und mit einer wankelmütigen Stadtverwaltung (wann kommt denn jetzt der für 14.12.09 angekündigte Beschluß zur Wilhelmstraße?) wird keiner investieren. Mit freundlichen Grüssen Thorsten Maier Anhang: Stadt investiert in die Wilhelmstraße Die Wilhelmstraße soll 2010 umgestaltet werden. Dies hat OB Michael Beck gestern dem Technischen Ausschuss vorgeschlagen. »Trotz wirtschaftlich schwieriger Lage wollen wir damit einen Impuls für die Entwicklung der westlichen Innenstadt setzen«, teilte Beck vor der Sitzung mit, in deren nichtöffentlichem Teil die Pläne vorgestellt wurden. Zum Artikel: Stadt investiert in die Wilhelmstraße: http://www.schwaebische.de/lokales/tuttlingen-spaichingen-trossingen/tuttlingen_artikel,-Stadt-investiert-in-die-Wilhelmstrasse-_arid,4017913.html
Arno Specht schrieb am 12.01.2010, 14:44:

Sehr geehrte Frau Schmidt-Böhme, in dieser Rubik wurde und wird nichts zensiert. Dies stelle ich - sowohl im Namen von OB Beck als auch in meiner Funktion als für diese Seite Verantwortlicher - fest. Die von Ihnen vermissten kritischen Kommentare finden sich bei einem anderen Artikel: http://www.tuttlingen.de/ceasy/modules/cms/main.php5?cPageId=187&view=publish&item=article&id=1125 Mit freundlichen Grüßen Arno Specht
Andreas Frankenhauser schrieb am 12.01.2010, 12:54:

@ Joerg Gr: Die Tuttlinger Innenstadt ist als Wohngebiet attraktiver als manche denken. Ich wohne da selbst jedenfalls gerne. Man wohnt mittendrin, hat Geschäfte, Kino, Kneipen usw. direkt vor der Haustür. Mit dem Donaupark ist eine der attraktivsten Grünflächen in Tuttlingen ebenfalls nicht weit. Für Familien mit Kindern ist es besonders attraktiv, dass zahlreiche Schulen sich in unmittelbarer Nähe befinden. Aber natürlich hat die Innenstadt auch Probleme. Sie haben ja selbst schon ein wichtiges angesprochen: den Autoverkehr. Da besteht dringender Handlungsbedarf. Durchgangsverkehr muss aus der Innenstadt rausgenommen werden (vgl. Kölz-Konzept), Tempo 20 und Tempo 30-Zonen zusätzlich wären ebenfalls hilfreich. Fahrradwege und die rasche Umsetzung des Stadtbahn-Konzepts wären sinnvolle Alternativen zum lästigen Autoverkehr. Wenn dann die Stadt noch wie zugesagt Geld in die Hand nimmt und den stark vernachlässigten öffentlichen Raum z.B. in der westlichen Innenstadt aufwertet, wäre die Innenstadt als Wohngebiet gleich viel interessanter. Aber das muss man wollen und nicht weiterhin viel Geld und Energie für die Peripherie verwenden. Wer jetzt weiterhin dafür eintritt, dass am Stadtrand noch mehr Wohnflächen entstehen und die geringer werdende Bevölkerung da hinlenkt, nimmt eine weitere Entvölkerung der Innenstadt in Kauf anstatt diese aktiv zu bekämpfen.
Joerg gr schrieb am 11.01.2010, 20:32:

Also ich find es gut dass der Ausbau des Wohngebiets vorankommt. Wer in Tuttlingen schon mal nach einer brauchbaren Wohnung gesucht hat , weiss dass es keine Wohnungen gibt oder will jemand wirklich in die City ziehen wo weder Balkon noch Garten zu der Wohnung gehören sondern Verkehrslärm und Schmutz ? Also die Tuttlinger Innenstadt ist wirklich nichts schönes zu wohnen !
Andreas Frankenhauser schrieb am 11.01.2010, 19:34:

Wir als Initiativgruppe Westliche Innenstadt gehen natürlich davon aus, dass Herr Oberbürgermeister Beck sich auch weiterhin an seine Zusage hält, die Wilhelmstraße 2010 umzugestalten. Das wäre ein wichtiger Impuls für die jahrzehntelang von städtischer Seite vernachlässigte westliche Innenstadt, der im Gegensatz zur Nordstadterweiterung dringend notwendig ist. Hier vertrauen wir auf die Glaubwürdigkeit der Zusagen unseres Oberbürgermeisters. Auf der anderen Seite frage ich mich, ob eine seit Jahren schrumpfende Stadt wie Tuttlingen, die jetzt schon mit viel Wohnungsleerstand zu kämpfen hat, wirklich noch neuen Wohnraum braucht. Die Zahlen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg sind da eindeutig: [URL]http://www.statistik.baden-wuerttemberg.de/SRDB/Tabelle.asp?98015001GE327050[/URL]. 1000 Einwohner weniger bis 2025, gleichzeitig weitet die Stadt den Wohnraum auf Kosten der Natur unter hohen finanziellen Anstrengungen für 400 Einwohner aus. Hat man da den demographischen Wandel denn gar nicht mitgedacht?
Petra Schmidt-Böhme schrieb am 11.01.2010, 18:58:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Beck, wir freuen uns, dass Sie zur Entwicklung der Nordstadt mit den Bürgerinnen und Bürgern über dieses Forum kommunizieren. Aber ich frage mich: Wo sind die Kommentare von den kritischen Bürgern, die vor Ihnen zu diesem Thema auf dieser Seite Stellung bezogen haben? Finden Sie es nötig, die Kommentare zu zensieren? Ich finde es schade und würde es begrüßen, wenn alle Kommentare wieder eingestellt würden und möglichst viele Menschen auf dieser Plattform mit diskutieren, sich auch mit widerstreidenden Meinungen begegnen können, auch mit Ihnen.
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