Die schweizerische Partnerstadt Bischofszell
Bischofszell, ebenfalls seit 1956 Partnerstadt von Möhringen, ist eine etwa 5 500 Einwohner zählende Stadt im Thurgau zwischen Frauenfeld und St. Gallen, unweit des Bodensees zwischen den Flüssen Sitter und Thur. Ihre Ursprünge reichen bis ins 7. Jahrhundert zurück. Vermutlich wurde eine Einsiedelei zum Kloster erweitert, das dann zum Bistum Konstanz gehörte. So erklärt sich der Name: Bischofszell ist die Zelle des Bischofs (cella episcopi).
Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Stadt dreimal von schweren Bränden heimgesucht. Der letzte große Stadtbrand ist ins Jahr 1747 zu datieren.
Heute zeigt sich Bischofszell als malerische Kleinstadt. Sehenswert ist das Rathaus, das nach dem letzten Stadtbrand 1747/50 wieder aufgebaut wurde. Außerdem lohnt sich ein Rundgang durch die barocke Altstadt und entlang der ehemaligen Stadtgrenze. Das Touristikbüro der Stadt bietet eine breite Auswahl an Führungen, u.a. mit den Nachtwächtern und Türmern.
In den letzten Jahren sind es vor allem zwei Ereignisse, die den Jahreslauf der Stadt prägen: Zum einen die Rosenwoche Ende Juni, die inzwischen die größte der Schweiz sein dürfte und eine entsprechende Aufmerksamkeit genießt. Sie wird von einer Vielzahl von kulturellen Veranstaltungen umrahmt. Die gesamte Altstadt präsentiert sich dann in blühenden Farben und mit zahlreichen kulturellen Veranstaltungen. Auch Tuttlingen und Möhringen nehmen regelmäßig daran teil. Außerdem ist ein Spaziergang um Ostern interessant, da dann die vielen Brunnen der Stadt als "Osterbrunnen" geschmückt sind und zu einem interessanten Rundgang einladen.
In Bischofszell gibt es etwa 2600 Arbeitsplätze. Weit über die Stadtgrenzen bekannt sind die Hersteller von Lebensmittelprodukten wie Eistee, Konfitüren und Konserven.